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Das Krankenhaus - Fachbeitrag über 3D-Planung, 09.12.2018

Präoperativ planen in 3D - Die Vorteile auf einen Blick

Kunden der modiCAS GmbH sind Orthopäden und Chirurgen, die ihre Operationsplanung softwaregestützt durchführen. Neben der 2D-Lösung für die Hüft- und Knieendoprothetik können sie seit 2016 die Hüftgelenke ihrer Patienten in 3D präoperativ planen. Was „passiert“ dabei, warum bietet modiCAS eine solche Lösung an, welche Vorteile ergeben sich sowohl für Chirurgen als auch für Patienten? Diese Fragen sollen im folgenden beantwortet werden...

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Pressemitteilung 13.11.2018 - Einblicke in die Endoprothetik von Hüfte und Knie - modiCAS-Blog

modiCAS-Weblog - Zwischenfazit nach 9 Monaten Online-Präsentation

Die modiCAS GmbH schreibt seit Februar 2018 im firmeneigenen Weblog www.modicas.blog Artikel zur Hüft- und Knieendoprothetik und möchte insbesondere Ärzte und Patienten informieren.

Der Blog der modiCAS GmbH bietet Wissenswertes und Spannendes zur Hüft- und Knieendoprothetik. Foto: modiCAS GmbH

Der Blog der modiCAS GmbH bietet Wissenswertes und Spannendes zur Hüft- und Knieendoprothetik. Foto: modiCAS GmbH

 

Erlangen. In der Orthopädie zählen der künstliche Gelenkersatz an Hüfte und Knie zu den am häufigsten durchgeführten Operationen. Bei so hohen Fallzahlen, Tendenz steigend, ist es naheliegend, dass sich Patienten gern zu diesem Thema informieren wollen. Mit zunehmender Digitalisierung natürlich auch im Web.

Seit 2010 befasst sich die modiCAS GmbH intensiv mit der Planung von Endoprothesen, speziell Hüfte und Knie. Dabei konnte so viel Wissen und Erfahrung gesammelt werden, dass die Erlanger dieses Know-how zumindest in Teilen gerne an Sie weitergeben wollen.

Wann und wie fing es an mit dem künstlichen Gelenkersatz? Wo lagen die Herausforderungen damals, wo liegen sie heute? Und was „passiert“ eigentlich vor, während und nach einer Operation? Unter www.modicas.blog können sich Leser jederzeit zu Wissenswertem und neuen Trends in der Hüft- und Knieendoprothetik informieren. Das ist auch der Hauptgrund, warum die Softwareschmiede aus Erlangen im Februar 2018 das Online-Medium aus der Taufe hob. Cathleen Runge, Qualitätsmanagerin und Co-Autorin des firmeneigenen Blog, zieht neun Monate nach dem Startschuss ein positives Zwischenfazit: „Unser Blog wird laut Besucherzahlen gerne frequentiert. Auffällig ist, dass das Interesse an den Artikeln sehr themenabhängig ist, vor allem Persönliches wie Interviews und Erfahrungsberichte sind sehr beliebt.“

Patient steht im Mittelpunkt

Mithilfe des Blog möchte die modiCAS GmbH nicht nur ihren Bekanntheitsgrad erhöhen, sondern im Idealfall auch indirekt Chirurgen und Orthopäden als neue Kunden gewinnen. „Die Inhalte des Weblogs sind überwiegend auf Patienteninformation ausgerichtet“, bemerkt Cathleen Runge. Das langfristige Ziel lautet, Aufklärung zu betreiben und die Betroffenen zum Umdenken zu bewegen. Noch ist das Thema 3D-Planung nicht zum Standardvorgehen im Krankenhaus geworden. Mithilfe informierter Patienten hofft das Unternehmen langfristig eine Trendwende herbeizuführen und die klinische Routine mit einer präzisen präoperativen Planung zu unterstützen. Der Patient mit seiner spezifischen Anatomie steht im Mittelpunkt.

Wissenswerte Infos für Ärzte

Der „modiCAS-Blog“ soll zunächst jene Menschen ansprechen, bei denen sich infolge von Arthrose Hüft- und Knieprobleme entwickelt haben, aber auch solche Personen, die sich für Gesundheit und Körper im Allgemeinen interessieren. Zusätzlich möchte die Blog-Redaktion das Wort an medizinisches Fachpersonal richten, vorrangig zum prä-, intra- und postoperativen Support. „Gelegentlich stoßen auch wir auf Vorurteile, wenn es um die 3D-Diagnostik geht,“ sagt Cathleen Runge.

Gastbeiträge, Tipps und Kommentare erwünscht

Besonders freut sich die Redaktion über ehrliches und konstruktives Feedback zu Blog-Artikeln, über Gastbeiträge von Autoren sowie neue Themenvorschläge. Leser können ihre Meinung ganz leicht mittels einer Kommentarfunktion am Fußende eines jeden Artikels mitteilen. „Besonders spannend ist es, wenn ein Patient von seinen Erlebnissen erzählt und welche Tipps er als Erfahrener anderen Betroffene geben kann,“ bemerkt Cathleen Runge, die seit 8 Jahren für 4 Plus GmbH und deren Tochterunternehmen modiCAS GmbH arbeitet.

Was interessiert die Leser?

Vor allem zehn der bisher 31 Blog-Artikel, die bis zum 12. November veröffentlicht wurden, haben großes Interesse bei den Lesern erzeugt.

Ganz oben in der Beliebtheitsskala liegt eine dreiteilige Artikelserie „Mein Leben mit zwei künstlichen Gelenken“ mit insgesamt 2381 Aufrufen. Eine Patientin schildert ihre Krankengeschichte, welche Umstände zu welchen klinischen Maßnahmen führten und wie letztlich die Gelenkersatzoperationen verliefen. Natürlich geht es auch darum, welche Alltagshürden es gab und wie sie heute ihre ganz persönliche Lebensqualität bewertet.

Der redaktionelle Text mit den zweithäufigsten Aufrufen (929) ist ein Beitrag mit dem Titel „Sind Behandlungsfehler in der Endoprothetik vermeidbar?“. Laut Statistik sinkt die Zahl der Behandlungsfehler in Deutschland stetig und liegt aktuell im einstelligen Prozentbereich. Wenn man jedoch genauer hinsieht und nach klinischen Bereichen untersucht, fällt auf, dass die Zahl der Behandlungsfehler bei Hüft- und Knieendoprothesen am höchsten ist. Wie das zukünftig vermieden und die Fehlerstatistik noch weiter reduziert werden kann, erfahren die Leser in diesem Artikel.

„Warum bloggt modiCAS?“, lautete der Titel des allerersten Beitrags, erschienen im Februar 2018. Insgesamt 354 Mal wurde dieser Text bis zum oben genannten Zeitpunkt gelesen. Das zweiteilige Interview mit Geschäftsführer Karl Kapp wurde bislang insgesamt 449 Mal aufgerufen, während eines der aktuelleren Themen „Präoperativ planen in 3D? Vorurteile in der Endoprothetik“ bis dato 342 Klicks verzeichnete.

Spitzenforschung Orthopädie und Unfallchirurgie, Fachbeitrag über Endoprothetik in 3D, 23.10.2018

Präoperativ planen in 3D? Vorurteile in der Endoprothetik

Laut Qualitätsreport des IQTIG[1] bekamen im Jahr 2016 in Deutschland 436.756 Patienten Hüft- und Kniegelenksprothesen, Tendenz steigend. Mit zunehmender Digitalisierung und der Dokumentationspflicht solcher Eingriffe haben sich Kliniken und Praxen schon lange von Lichtkasten und Butterbrotpapier verabschiedet. Die digitale präoperative Planung ist nicht mehr wegzudenken und wird stetig weiterentwickelt, so auch seit 2015 von der reinen Röntgenplanung zur dreidimensionalen OP-Vorbereitung mittels CT-Aufnahmen.

Veröffentlichung Endoprothetik in 3D

Fachbeitrag Endoprothetik in "Spitzenforschung Orthopädie und Unfallchirurgie", Sonderausgabe zum DKOU 2018. Foto: modiCAS GmbH

 

Dennoch stehen dem Thema 3D-Planung Vorurteile gegenüber. Nicht ganz grundlos ist die 2D‑Variante nach wie vor an vielen Kliniken und Praxen etabliert. Vorteile sind, dass sie schneller erlernbar und durchführbar ist und dass eine größere Anzahl an Implantaten digital zur Verfügung steht. Außerdem ist die Strahlenbelastung, die durch das Anfertigen eines Röntgenbildes auf den Patienten wirkt, geringer.

Dabei sind dies auch gleichzeitig die vermeintlichen Nachteile, denen sich die 3D‑Planung stellen muss:

    1. Vorurteil: Eine 3D‑Planung ist zu kompliziert, der Lernprozess ist zu langwierig und die Planung selbst beansprucht zu viel Vorbereitungszeit.

-> Automatismen und intelligente Planungsfunktionen in modiCAS||3D ermöglichen eine leichte und intuitive präoperative Planung. Nach einem halben Tag interaktiver Schulung kann der Anwender selbstständig planen.

-> Für den Gelenkersatz müssen lediglich 5 Minuten OP‑Vorbereitungszeit investiert werden.

Selbstverständlich fällt es immer schwer, von einer gewohnten Umgebung auf etwas Neues umzusteigen. modiCAS||3D erleichtert den Wechsel, indem jeder Kunde intensiv und im eigenen Arbeitsumfeld mit vertrauten Patientenbildern angelernt wird. Hilfe leisten dabei intelligente Mechanismen, die Schritt für Schritt durch die Planung führen. Begonnen wird mit dem Setzen anatomischer Landmarken, welche die Basis für den weiteren Planungsablauf bilden. Unterstützt durch automatische Ansichtswechsel wird dem Benutzer die jeweils relevante CT‑Schicht sowohl von allen Seiten, als auch dreidimensional präsentiert.

Mit den anatomischen Markern ist die Arbeit des Anwenders auch schon fast beendet. Die Software schlägt passende Implantatgrößen vor und positioniert die Implantate im Patientenbild. Die finale Entscheidung liegt selbstverständlich beim Orthopäden, der jederzeit die Implantatauswahl und ‑position beeinflussen kann. Um die richtige Größe und Lage beurteilen zu können, werden automatisch kalkulierte prä‑ und postoperative Parameter zu Rate gezogen. Zusätzlich sind am Patientenbild diejenigen Stellen farblich markiert, an denen die Knochensubstanz besonders gut oder aber ungeeignet ist, um die Implantate stabil zu verankern.

Die abschließende Problematik bei einer präoperativen Planung ist stets, wie man das präzise Planungsergebnis auch im OP zielgenau umsetzen kann. Hilfestellung bietet dabei ein automatisch erstellter Planungsreport, der diejenigen Patientenansichten und Messwerte zeigt, die intraoperativ auch erkennbar bzw. tastbar sind.

Letztlich ist dieser Merkzettel meist nur eine Gedankenstütze, da der operierende Chirurg bereits durch den detaillierten Planungsprozess genaue Kenntnisse über die Patientenanatomie, Knochenbeschaffenheit und die einzubauenden Implantate erlangt. Der größte Mehrwert einer 3D‑Planung kann folglich darin gesehen werden, dass der operative Eingriff intensiv und patientenspezifisch vorbereitet wird und es intraoperativ kaum mehr Überraschungen gibt. Mit nur 5 Minuten Vorbereitung wird wertvolle OP‑Zeit gespart.

      1. Vorurteil: Für 3D‑Planungen stehen zu wenige Implantatschablonen zur Verfügung.

-> Der Anwender hat Zugriff auf eine Datenbank mit Implantaten aller gängigen Hersteller, welche stetig erweitert wird.

Wenn man rein von der Anzahl an Einzelimplantaten ausgeht, trifft diese Aussage zu. Aber entgegen dem, was mancher Hersteller für das Werbeinstrument schlechthin hält, ist die Zahl der verfügbaren Implantatschablonen nicht entscheidend. Kaum ein Chirurg hat Erfahrung mit allen Herstellern. In der Regel legt sich eine Klinik auf eine Handvoll Anbieter fest und die Anwender werden in der Verwendung dieser Implantate geschult.

Ein weiterer Aspekt ist der begrenzte Lagerplatz der Kliniken für Implantate. Eine Lösung hierfür ist, patientenspezifisch direkt vor der OP die Materialien zu bestellen, die im OP benötigt werden. Die Verwirklichung dieses Szenarios setzt eine präzise präoperative Planung voraus. modiCAS||3D mit der zugehörigen herstelleroffenen Datenbank enthält die in Deutschland gängigsten Implantate und bietet die Basis für einen automatisierten Bestell‑ und Liefervorgang.

Hinzu kommt, dass vor allem kleinere Hersteller nicht bereit sind, ihre Daten einem Drittanbieter zur Verfügung zu stellen. Zu hoch ist die Angst, dass damit das geistige Eigentum aus der Hand gegeben wird oder gar Implantate nachgedruckt werden. Dazu sei gesagt, dass Softwareunternehmen wie die modiCAS GmbH und ihre Muttergesellschaft 4 Plus mit 20 Jahren Erfahrung in der Medizintechnik, die Implantatdaten nach dem aktuellsten Stand der Technik sicher verschlüsseln.

Aber auch der Aufwand für Implantathersteller, die Daten aufzubereiten und in einem Format zur Verfügung zu stellen, welches für eine Planungssoftware lesbar ist, ist nicht zu unterschätzen. An dieser Stelle wird dem Hersteller Unterstützung angeboten, denn die komplette Datenaufbereitung wird auf Wunsch von modiCAS übernommen.

      1. Vorurteil: Die Strahlenbelastung für den Patienten ist bei CT‑Aufnahmen zu hoch.

-> Die effektive Dosis kann mit verschiedenen Methoden und Mitteln auf ein Minimalmaß reduziert werden. Der Nutzen einer 3D‑Planung überwiegt das Risiko einer Schädigung durch ionisierende Strahlung.

Die bei einer CT‑Aufnahme entstehende Strahlung wirkt auf die DNA im Zellkern und kann beispielsweise zu Strahlensyndrom oder Hautschädigungen führen. Der Schweregrad hierbei ist dosisabhängig: je höher die Strahlendosis, desto höher der Schaden. Spätfolgen können Krebs oder Erbgutschädigungen sein.

Um das Risiko beurteilen zu können, soll an dieser Stelle die sogenannte effektive Dosis[2] genauer betrachtet werden. Dieser Wert berücksichtigt die unterschiedliche Wirkung ionisierender Strahlung auf den Körper, da er unterschiedliche Gewebewichtungsfaktoren enthält. Bei einer Röntgenaufnahme des Beckens von vorn darf die max. Dosis 4,75 mSv sein, für eine CT‑Aufnahme derselben Region liegt die Grenze nur minimal höher bei 4,94 mSv.

Wissenschaftliche Untersuchungen zur 3D‑Hüftplanung haben ergeben, dass durchschnittlich nur 2,8 mSv[3] effektive Dosis durch das CT auf den Patienten wirken. Dieser Wert ist abhängig von den Einstellwerten, dem CT‑Protokoll. Im Vergleich dazu wird die Strahlendosis einer Röntgenaufnahme mit etwa 0,7-1 mSv[4] angegeben. Bedenkt man, dass für eine Beurteilung des Hüftgelenks ein Bild von vorne (a.p.) sowie von der Seite (axial, Lauenstein) gemacht wird, verdoppelt sich dieser Wert für eine 2D‑Hüftplanung auf etwa 1,7 mSv.

Um die Dosiswerte besser zu beurteilen, sind Beispiele aus dem Alltag nützlich. Die natürliche Strahlung, der jeder Mensch ausgesetzt ist, liegt in Deutschland durchschnittlich bei 2,1 mSv[5]. Abhängig von Wohnort, Ernährungs- und Lebensgewohnheiten schwankt sie sehr stark von 1‑10 mSv. Daneben gibt es noch die Höhenstrahlung, der wir beim Fliegen ausgesetzt sind. Für kurze Urlaubsflüge ist die Belastung sehr gering. Anders sieht es bei Langstreckenflügen und vor allem für Piloten aus, die aufgrund dessen durch das BfS und das Luftfahrt-Bundesamt überwacht werden.

Unter Berücksichtigung von Vergleichswerten, wie etwa der natürlichen Bodenstrahlung, relativiert sich die Dosis, die heutzutage durch eine CT‑Aufnahme auf den Körper wirkt. Auch im Vergleich zum klassischen Röntgenbild ist die Dosis nur minimal höher.

Betrachtet man die Altersverteilung[6], fällt auf, dass 96 % der Patienten, denen ein künstliches Hüftgelenk implantiert wurde, über 50 Jahre sind. 61 % sind sogar schon über 70. Bei diesen Personengruppen ist das Risiko von möglichen Langzeitschäden aufgrund ionisierender Strahlung vernachlässigbar, da die Latenzzeiten bei Krebs und Leukämien ab Beginn der Exposition etwa 20‑40 Jahre betragen, bis sich ein Tumor entwickelt und eine Krebserkrankung „ausbricht“. Eine Untersuchung der DGUV[7] fand heraus, dass die Latenzzeit von beruflich bedingten Krebserkrankungen durch ionisierende Strahlung im Schnitt bei 44 Jahren liegt. Die Lebenserwartung für aktuell 65 jährige[8] liegt bei 82 Jahren für Männer bzw. 86 Jahren für Frauen.

Mit den vorangegangenen Betrachtungen kann keinesfalls das Strahlenrisiko wegdiskutiert werden. Ein Risiko besteht mit jeder CT‑Aufnahme. Die Vergleiche sollen lediglich dazu beitragen, das Risiko besser einschätzen zu können.

Fazit:

Der größte Vorteil einer dreidimensionalen präoperativen Planung ist die maßstabsgenaue Bildgebung und die detaillierten anatomischen Strukturen. Der Nutzen bei der Verwendung von CT‑Daten überwiegt das Risiko der Strahlenbelastung. Mit Hilfe der 3D‑Planung kann der Chirurg den Patienten wesentlich genauer beurteilen und in nur 5 Minuten seine OP präzise vorbereiten. Implantate können patientenspezifisch bestellt und Lagerkosten eingespart werden. Intraoperativ gibt es kaum Überraschungen und wertvolle OP‑Zeit wird gespart.

Quellen:

[1] H. Bobzin, A. Neumann, R. Tremmel, A. Vogel, Qualitätsreport 2016, Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen, 2017

[2] A. A. Schegerer, Bekanntmachung der aktualisierten diagnostischen Referenzwerte für diagnostische und interventionelle Röntgenanwendungen, Bundesamt für Strahlenschutz, 2016

[3] A. Huppertz, A. Lembcke, el-H. Sariali, T. Durmus, C. Schwenke, B. Hamm, M. Sparmann, A. D. Baur, Low Dose Computed Tomography for 3D Planning of Total Hip Arthroplasty: Evaluation of Radiation Exposure and Image Quality, Journal of Computer Assisted Tomography, 2015

[4] A. Huppertz, S. Radmer, M. Wagner, T Roessler, B. Hamm, M. Sparmann, Computed tomography for preoperative planning in total hip arthroplasty: what radiologists need to know, Journal of the International Skeletal Society A Journal of Radiology, Pathology and Orthopedics, 2014

[5] BfS, Wie hoch ist die natürliche Strahlenbelastung in Deutschland? Bundesamt für Strahlenschutz, 2018

[6] H. Bobzin, A. Neumann, R. Tremmel, A. Vogel, Qualitätsreport 2016, Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen, 2017

[7] M. Butz, Dokumentation des Berufskrankheiten-Geschehens in Deutschland. Beruflich verursachte Krebserkrankungen. Eine Darstellung der im Zeitraum 1978 bis 2010 anerkannten Berufskrankheiten. Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), 2012

[8] Pressemitteilung DESTATIS, Lebenserwartung für Jungen und Mädchen steigt weiter an. Statistisches Bundesamt, 2018

 

Autor: Cathleen Runge, Qualitätsmanagement

Pressekonferenz 12.06.2018 - 4 Plus feiert: 20 Jahre Hard- und Softwareentwicklung

Anlässlich des 20 jahrigen Firmenjubiläums unserer Muttergesellschaft 4 Plus GmbH fand heute eine Pressekonferenz statt. Vielen Dank an die Herren und Damen der Presse für Ihr Interesse und Ihre Teilnahme. Vielen Dank für die interessanten Fragen und den gewinnbringenden Dialog.

Pressemitteilung 12.06.2018 - 4 Plus feiert: 20 Jahre Hard- und Softwareentwicklung

4 Plus feiert 20 Jahre Hard- und Softwareentwicklung

Die Softwareschmiede für Medizintechnik aus Erlangen will ihr Produkt- und Dienstleistungsangebot bis 2020 erweitern sowie Kooperationen mit anderen Firmen und Forschungseinrichtungen intensivieren.

Ehrgeizige Ziele und hohe Selbstansprüche: Die 4 Plus GmbH will bis 2025 Marktführer in Deutschland werden und die Qualität der eigenen Produkte weiter erhöhen. Foto: 4 Plus GmbH

Ehrgeizige Ziele und hohe Selbstansprüche: Die 4 Plus GmbH will bis 2025 Marktführer in Deutschland werden und die Qualität der eigenen Produkte weiter erhöhen. Foto: 4 Plus GmbH

 

Eine Pause auf dem Katschberg mit Blick in einen grandiosen Sonnenuntergang - hört sich kitschig an, aber genau dort entstand die Idee, zukünftig etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Fakt war, das zwei ehemalige Siemens-Mitarbeiter, schon damals gute Freunde, mit außerordentlichem Elan und großem Interesse an der Medizintechnik am 12. Juni 1998 das Unternehmen „4 Plus Gesellschaft für Software- und Hardware-Entwicklung mbH“ gegründet haben. Hans Janschitz und Tibor Takács, bekamen sehr bald Verstärkung durch Karl Kapp und Roland Sauer. Das waren die ursprünglichen „Vier“.
Tibor Takács schildert beim Blick zurück: „Diese "4" ist Teil unseres Firmennamens. Der zweite wichtige Teil ist das "Plus", welches für unsere Mitarbeiter steht, die das Unternehmen im Laufe der vergangenen 20 Jahre begleitet, unterstützt und groß gemacht haben.“
„Das ist auch unser größtes Potential“ ergänzt Karl Kapp. „Viele unserer hoch qualifizierten Kollegen und Kolleginnen sind seit Anfang an dabei und haben entscheidend dazu beigetragen, 4 Plus zu dem zu machen, was sie heute ist: eine ganz besondere Firma.“

Ein weiterer Wegbereiter für die erfolgreiche Entwicklung der Firma war der Moment, „als wir mit Siemens als eigenständige GmbH und Dienstleister eine enge Kooperation eingegangen sind“, erinnert sich Karl Kapp. Weitere Kunden folgten. 2010 entstand aus der Forschungskooperation mit der Universität Siegen die Tochterfirma „modiCAS GmbH“, mit dem Ziel, eigene Produkte zu vermarkten.

„Zufriedene Kunden sind unser Ansporn“

4 Plus hat über einen langen Zeitraum Expertise in den unterschiedlichsten Tätigkeitsfeldern aufgebaut.
Unter dem Motto „versiert. originell. menschlich“ begleitet man die Kunden über den gesamten Produktlebenszyklus. Mit Hard- und Softwareentwicklung ist man groß geworden. Daneben bieten aber auch Test- und Automatisierungsunterstützung, weltweite Inbetriebnahme und Wartung von Anlagensystemen und vieles mehr. Äußerst wichtige Aspekte der Arbeit bei 4 Plus sind auch Qualitätsmanagement und Arbeitssicherheit.

Eigene Produktentwicklung als zweites Standbein

Mit Blick auf die nächsten 20 Jahre könnte die Ausgangslage kaum besser sein: „Wir sind breit aufgestellt, bearbeiten vielfältige und spannende Projekte in der Medizintechnik und verfügen über ein sehr großes Know-how in den unterschiedlichsten Aufgabenbereichen“, so Karl Kapp.

Zu den Erfolgsgeschichten von 4 Plus und modiCAS gehört auch die Entwicklung und Zertifizierung eigener Produkte. Das wichtigste Produkt im modiCAS-Portfolio ist die Software zur präoperativen Planung von Hüft- und Knieendoprothesen. Anfänglich nur in 2D und mit Röntgenbildern, seit einem Jahr zusätzlich auch basierend auf CT-Bildern. Anhand derer planen Orthopäden und Unfallchirurgen nun auch dreidimensional. Mit „modiCAS||3D“ eröffnen sich ganz neue Blickwinkel auf den Patienten und die Operationsvorbereitung.

„Unsere Software steht für eine sehr hohe Genauigkeit bei der Messung anatomischer Parameter, bei der Rekonstruktion der natürlichen Patientenanatomie sowie bei der Auswahl von Art, Größe und Position des künstlichen Gelenkersatzes“, sagt Karl Kapp In den nächsten zwei Jahren möchte man das Produktportfolio erweitern – um Anwendungen  an Schulter, Sprunggelenk und Wirbelsäule. Zugleich will man den Kunden noch mehr intraoperative Unterstützung bieten. Mit einer Frakturplanung soll auch die Unfallchirurgie vermehrt von modiCAS Produkten profitieren.

Neben der Produktentwicklung möchte das modiCAS-Team sein gesammeltes Wissen und die Erfahrung im Bereich Gelenkersatz auch an die Öffentlichkeit, vornehmlich an Patienten, weitergeben. Zu diesem Zweck wurde zu Beginn des Jahres ein eigener Blog eingerichtet: www.modiCAS.blog.

Forschungsvorreiter: Kooperationen mit Universitäten, Firmen und anderen Einrichtungen

Kooperationen und Ideen für weitere Forschungsprojekte entstehen vor allem durch die starke Vernetzung mit regionalen Firmen und Einrichtungen, herauszustellen sind hier Medical Valley und Mechatronik Cluster.

„20 Jahre Erfahrung, Kompetenz und Zuverlässigkeit – das sind unsere Leitlinien“, erklärt Tibor Takács. Sein Partner ergänzt: „Persönlichen Kontakt und kundenorientierte Entwicklung halte ich für das Wichtigste.“

Im Forschungs- und Entwicklungsbereich steht ab September 2018 das Thema „Berührungslose Epilepsiediagnostik bei Kindern" auf der Agenda. In Zusammenarbeit mit sieben weiteren Partnern, unter anderem der Universität Erlangen, soll ein Prototyp entwickelt und damit die Machbarkeit der Produktinnovation nachgewiesen werden. Mit erfolgreichem Abschluss des Projekts nach drei Jahren soll das Überwachungssystem für Epilepsiepatienten auch gemeinschaftlich zur Marktreife weiterentwickelt werden.“, berichtet Karl Kapp.

Im Dienstleistungsbereich ist erst vor Kurzem ein neues spannendes Projekt angelaufen: Röntgengeneratoren eines Kunden sollen zu anderen Herstellersystemen, vornehmlich im asiatischen Raum, kompatibel gemacht werden. Tibor Takács: „Ein fortwährendes Projekt ist die Röntgenanlagensteuerung, welche wir seit 20 Jahren für unseren Kunden auf dem aktuellen Stand der Technik halten.“

Ausblick: Chancen und Risiken

Beim Blick auf die Zeit bis 2025 hat sich die Erlanger Firma folgende Ziele auf die Fahne geschrieben: Man will weiter wachsen und bis dahin einen maßgeblichen Anteil am Umsatz durch eigene Produkte erreichen. „Wir wollen Kooperationen mit anderen Firmen ausbauen, ein größeres Dienstleistungsangebot für die Medizintechnik bieten und unser Produktportfolio erweitern“, sagt Karl Kapp.

Worin aber sieht die Leitung der 4 Plus GmbH Chancen und Entwicklungspotential für das Unternehmen? „Unsere Forschungsaktivitäten haben neue Wege aufgezeigt, die zu neuen Produkten und vielfältigen Anwendungsgebieten führen. Der Ausbau unserer Vertriebsstruktur sowie die Investitionen in Marketing tragen dazu bei, unsere Bekanntheit und damit auch den Anteil in den Zielmärkten zu erhöhen.“ Risiken sehen beide Geschäftsführer vornehmlich in der stark konjunkturabhängigen Entwicklung bei wichtigen Dienstleistungs-Kunden.

Der Plan bis 2025 lautet, die Zahl der Bestandskunden deutlich zu erhöhen. „Ein weiteres hehres Ziel ist, dass wir uns mit unserem eigenen Produktangebot als Marktführer in Deutschland etablieren“, so Herr Kapp.

„Heute feiern wir!“

Karl Kapp: „Zugegeben - auch in unserer Firmengeschichte gab es Höhen und Tiefen. Einer der wohl größten Einschnitte war 2013 der überraschende Tod unseres Partners Hans Janschitz. Mit ihm ist eine ganz außergewöhnliche Persönlichkeit gegangen.“

Tibor Takács: „Mit dem 20. Firmenjubiläum ist unser Unternehmen auf einem sehr guten Weg in die Zukunft - aber unser Freund Hans fehlt uns immer noch. Wir freuen uns darauf, unsere überaus erfolgreiche Firmenhistorie weiterzuführen.“

Erlanger Nachrichten, Redaktioneller Beitrag über 4 Plus GmbH, 12.04.2018

Software unterstützt Knie- und Hüft-Operationen

"4Plus GmbH" in Tennenlohe ist mit über 50 Mitarbeitern und 4,2 Millionen Euro Umsatz vielfältig unterwegs

Blauer Kurier Fürth - Redaktioneller Beitrag über 4 Plus Firmenjubiläum, 04/2018
Pressemitteilung 29.03.2018 - 4 Plus GmbH: Ehrgeizige Pläne 2018 und ein schöner Anlass zum Feiern

4 Plus GmbH: Ehrgeizige Pläne 2018 und ein schöner Anlass zum Feiern

Die „Softwareschmiede“ für Medizintechnik aus Erlangen sieht sich im Jahr des 20. Firmenjubiläums gut aufgestellt und erweitert ihr Produkt- und Dienstleistungsangebot.

Karl Kapp, Tibor Takacs und die 4 Plus Mitarbeiter freuen sich auf die Herausforderungen und Projekte im Jahr 2018. Foto: 4 Plus GmbH

 

Eine positive Umsatzentwicklung, dazu mehrere erfolgreiche Kundenprojekte: Für die 4 Plus GmbH erwies sich 2017 als gutes Jahr. Während der Umsatz 2017 im Vergleich zu 2016 um 13 Prozent auf 4,2 Mio. Euro stieg, entwickelte man eine neue Generation von Hautlasern, einen kardiologischen DICOM-Viewer, begann mit der Produktion von Augenlasersystemen und erweiterte eine Dental Software um 3D-Funktionalitäten.

Derzeit könnte die Ausgangslage für das Jahr 2018 kaum besser sein: „Wir sind breit aufgestellt, bearbeiten sehr unterschiedliche Projekte im Bereich der Medizintechnik und verfügen über ein großes Know-how in unterschiedlichen Aufgabenbereichen“, sagt Karl Kapp, neben Tibor Takacs einer der beiden Geschäftsführer. Der 61-Jährige sieht insbesondere in den schlanken Strukturen seiner Firma einen großen Trumpf. „Unsere Kunden trauen uns auch deshalb eigenständiges Handeln zu“, meint dieser. Zu den Erfolgsgeschichten von 4 Plus gehört auch die Entwicklung und Zertifizierung der 3D-Software „modiCAS||3D“, offiziell ein Produkt des Tochterunternehmens modiCAS GmbH. Die Software ermöglicht die präoperative Planung bei der Implantation von Hüft- und Knieendoprothesen.

Wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie bei 4 Plus ist die starke Vernetzung mit regionalen Firmen und Einrichtungen, darunter das Medical Valley und Mechatronik Cluster. Zudem unterhält man intensiven Kontakt zu diversen Forschungspartnern, etwa den Universitäten Erlangen und Siegen.

Auf der Agenda 2018 stehen folgende Projekte: Eine neue Version der 3D-Software von modiCAS möchte man in den Markt einführen. Hoch erfreut wäre Karl Kapp, wenn diese „gut im Markt“ ankommen würde. Zeitgleich wird 4 Plus das eigene Portfolio um App-Entwicklungen sowie Embedded Linux Anwendungen ergänzen. Die Digitalisierung, konkret die Unterstützung beim Wartungsservice von Röntgenröhren via App, ist ein weiterer Baustein im Jahr 2018. Daneben möchte man Röntgengeneratoren eines Kunden zu anderen Herstellersystemen, vornehmlich im asiatischen Raum, kompatibel machen. Ein fortwährendes Projekt ist die Röntgenanlagensteuerung, die die Erlanger seit 20 Jahren für einen Kunden auf dem aktuellen Stand der Technik halten.

Geplant: berührungslose Epilepsiediagnostik bei Kindern

Für Karl Kapp sind die Produktinnovationen jedoch längst nicht das Ende der Fahnenstange im Jahr 2018. Neben einer weiteren Umsatzsteigerung plant der Firmenchef den Einstieg in ein neues Forschungsgebiet. „Die berührungslose Epilepsiediagnostik bei Kindern“ steht ganz oben auf der Prioritätsliste. Zeitgleich möchte man die Vertriebskooperationen weiter ausbauen sowie die Forschungspartnerschaften mit Kliniken und Universitäten erweitern.

Die Qualität im Gesundheitswesen sowie die Patientensicherheit erhöhen: Auch das haben sich die Erlanger heuer auf die Fahnen geschrieben. Dass man angesichts solcher Qualitätsziele die neue Datenschutzgrundverordnung sehr ernst nimmt und sich der seit 2014 intern bestellte Datenschutzbeauftragte kontinuierlich für den Schutz personenbezogener Daten einsetzt, versteht sich von selbst.

20 Jahre nach der Gründung von 4 Plus möchte Karl Kapp sich heuer um das Zertifikat „Familienfreundliches Unternehmen“ bewerben – es ist für ihn nur ein Mosaikstein, wenn es um das Gesamtbild einer attraktiven „Arbeitgebermarke“ geht. „Wir suchen qualifizierte Mitarbeiter, die sich in einem kollegialen Umfeld mit kleinen Hierarchien selbst verwirklichen wollen“.

Die Optimierungsmaßnahmen setzen sich auch an anderer Stelle fort: So möchte der Firmenchef die Transparenz bei Geschäftsentscheidungen sowie die Außenkommunikation verbessern: Sowohl die Webseite der 4 Plus GmbH als auch die der modiCAS GmbH wurden Anfang 2018  komplett neu erstellt. Seit Februar betreibt modiCAS einen Weblog unter www.modicas.blog. Um die Arbeitsbelastung einzelner Mitarbeiter zu reduzieren, möchte man diverse Tätigkeiten in Zukunft noch mehr als bisher auf mehrere Schultern verteilen.

Schließlich: Der Höhepunkt des Jahres findet im Juli statt: Dann möchte Karl Kapp mit seinen 53 Mitarbeitern das 20-jährige Firmenjubiläum von 4 Plus in einem gebührenden Rahmen feiern. Anlässlich des Firmengeburtstags ist am 12. Juni eine Pressekonferenz geplant.

„Angesichts solcher ehrgeiziger Ziele 2018 bleiben wir jedoch auf dem Teppich. Wenn sich etwa 80 Prozent der Ziele realisieren lassen, bin ich mehr als zufrieden,“ so Karl Kapp. Dass man in den ersten 20 Jahren auch bei schwierigen Wirtschaftssituationen Durchhaltevermögen bewiesen habe, ergänzt Tibor Takacs, macht ihn beim Blick über das 2018 hinaus zuversichtlich.

 

Mechatronik Cluster - Fachbeitrag über EU-Forschungsprojekt, 20.06.2015

Der Ersatz von Hüft- und Kniegelenken gehört zu den Operationen mit den höchsten Fallzahlen, allein in Deutschland waren im Jahr 2013 knapp 400.000 Patienten an Arthrose erkrankt1. Der Erfolg der Operation und daraus ggf. resultierende Probleme hängen sehr stark davon ab, wie gut die präoperative Planung des Chirurgen war und wie diese intraoperativ umgesetzt werden konnte.


Im kürzlich abgeschlossenen Projekt IMPLANNER wurde gemeinsam mit der Universität Siegen und der französischen Firma EOS Imaging eine neue Systemlösung entwickelt, die den gesamten klinischen Workflow abdeckt.

Gesamter Beitrag: www.cluster-ma.de